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Ein Wandertag zwischen Geschichte und Natur

Aufbruch in die Geschichte
Unterwegs auf dem Römerweg zwischen Vindonissa und Augusta Raurica
Schon am Morgen versammelte sich die Wandergruppe beim Schulheim. Nach einer kurzen Einführung und der Klärung der Route machte man sich gut ausgerüstet auf den Weg. Der Marsch führte durch das Dorf Effingen hinaus in Richtung Chästal. Dort verliess die Gruppe den gewohnten Weg und bog auf den alten Römerweg ab, der sich deutlich spürbar bergauf Richtung Bözberg zieht. Schritt für Schritt ging es höher, durch Waldstücke und offene Landschaften, begleitet von weiten Ausblicken und dem Wissen, auf den Spuren vergangener Jahrhunderte unterwegs zu sein.
Ein Moment zum Innehalten
Feuer, Brot und Zeit
Auf der Höhe wurde nicht wie einst die Römer weiter nach Vindonissa marschiert, sondern der Weg führte zur Sennhütte am oberen Ende des Chästals. Dieser Ort bot den idealen Rahmen für eine ausgedehnte Mittagspause. Am Feuer wurden Würste und Grillkäse gebraten, dazu gab es frisches Brot. Besonders eindrücklich war, dass einige der älteren Jugendlichen selbst Hand anlegten: Teig wurde geknetet und zu Fladen geformt, die – ganz nach römischer Tradition – direkt über dem Feuer gebacken wurden. Der Duft von Rauch und frischem Brot gehörte ebenso zur Pause wie das gemeinsame Essen.
Rund um die Sennhütte blieb Zeit zum Spielen, Ausruhen und freien Bewegen. Einige nutzten die Gelegenheit, einfach auf der Wiese zu sitzen, andere erkundeten die Umgebung oder unterhielten sich in kleinen Gruppen. Diese Ruhephase erwies sich als wichtiger Moment des Innehaltens, bevor der Rückweg in Angriff genommen wurde.
Am frühen Nachmittag setzte sich die Wandergruppe wieder in Bewegung. Der Weg führte nun abwärts, durch schattigen Wald, über Wiesen und vorbei am Waldsofa zurück Richtung Effingen. Die Beine waren müde, doch die Stimmung blieb getragen von gemeinsamen Erlebnissen und dem guten Gefühl, etwas geschafft zu haben.
Insgesamt wurden rund 15 Kilometer zurückgelegt, bevor die Gruppe am Nachmittag wieder im Schulheim eintraf.
Der Wandertag bleibt damit nicht nur als sportliche Leistung in Erinnerung, sondern vor allem als gemeinschaftliches Erlebnis, das Natur, Geschichte und Alltag auf gelungene Weise miteinander verband.



